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Mittwoch, 14 Februar 2018 14:17

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Neben den ca. 200 Berufsfeuerwehrleuten stehen kreisweit ca. 1.800 Feuerwehrleute für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Rhein Kreis Neuss mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit den 8 Feuerwehren zur Verfügung.

Sie kommen zum Einsatz, wenn der Piepser geht. Egal ob am Tag oder in der Nacht.

Viele persönliche Faktoren können diese Einsatzbereitschaft jedoch beeinflussen: Arbeitsplatz außerhalb des eigentlichen Einsatzgebietes, private Termine oder Verpflichtungen. „Kein Freiwilliger Feuerwehrmann kann rund um die Uhr einsatzbereit sein. Doch für die Personalplanung in den Feuerwehren ist dies ein entscheidender Punkt hinsichtlich der Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr.“, so der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren im Rein-Kreis Neuss, Stefan Meuter.

Aus diesem Grund werden in den Brandschutzbedarfsplanungen der Kommunen sogenannte Personalfaktoren angesetzt. Werktäglich tagsüber beispielhaft und in den Kommunen unterschiedlich, der Personalfaktor 6, wenn viele Freiwilligen Feuerwehrangehörige nicht verfügbar sind und Nachts und am Wochenende Personalfaktor 4. Wird verlangt, dass z.B. werktäglich eine Staffel (6 Feuerwehrangehörige) zur Verfügung steht, sollte die Stärke des gesamten Zuges somit bei 36 Feuerwehrangehörigen liegen, um diese statistischen Schwankungen in der Einsatzbereitschaft zu berücksichtigen. Dies ist jedoch alles sehr allgemein und berücksichtigt nicht, die wirklich aktuelle Verfügbarkeit jedes einzelnen Feuerwehrmannes. Dies zeigt sich meist erst nach dem Einsatz.

Der Verband der Feuerwehren im Rhein Kreis Neuss finanziert nun die Anschaffung einer digitalen Verfügbarkeitsanzeige für die Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss. „Divera 24/7 ist ein System, mit dem jeder Feuerwehrangehörige seine aktuelle Einsatzbereitschaft mitteilen oder terminlich vorplanen kann. Selbst ein Geofence ist möglich, d.h. ist der Feuerwehrangehörige diverse Kilometer von seinem Gerätehaus entfernt, kann der Status für ihn automatisch auf „nicht einsatzbereit“ gesetzt werden.“, so Meuter. Dies liegt aber am Willen des Nutzers.

Somit hat der Löschzugführer oder der Leiter der Feuerwehr einen aktuellen Blick in die Verfügbarkeit seiner Freiwilligen Feuerwehrangehörigen. „Selbst Warnschwellen bietet das auf einer App basierende Programm. D.h. sind zu wenig Maschinisten verfügbar, wird automatisch eine Push-Mitteilung an die Mannschaft generiert und hierauf aufmerksam gemacht.“

An- und Abwesenheit planen, Termine koordinieren, Umfragen erstellen, Automatisierung mit Geofences, Personal-/Funktionsmangelmeldung und standortübergreifende Auswertung der Einsatzbereitschaft sind die Hauptgründe für die Anschaffung dieses Programms.

„Ziel unserer, auf zwei Jahre befristeten Anschaffung dieses Systems, ist es, unseren Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss eine für alle einheitliche, moderne und zeitgemäße Planungshilfe zur Verfügung zu stellen. Die Teilnahme an diesem System ist freiwillig; selbst wenn nur die Hälfte der Feuerwehrangehörigen dies nutzen, haben wir für unsere Verfügbarkeitsangaben verlässlichere Daten als es heute der Fall ist.“, so Meuter.

In den nächsten Tagen beginnen die Multiplikatoren- und Administratorenschulungen in den Feuerwehren.

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